News

LMU-Gastprofessor Eörs Szathmáry in die US National Academy of Sciences gewählt

19.05.2026

Die US National Academy of Sciences würdigt Evolutionsbiologe Eörs Szathmáry für seine international wegweisende Forschung.

Professor Eörs Szathmáry, Gastprofessor an der Fakultät für Biologieder LMU München und Direktor des Zentrums für die konzeptuellen Grundlagen der Wissenschaft der Parmenides-Stiftung (Pöcking), wurde zum internationalen Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA gewählt.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften der Vereinigten Staaten ist eine der weltweit renommiertesten wissenschaftlichen Einrichtungen. Sie wurde durch ein Gesetz des Kongresses gegründet und 1863, während des Bürgerkriegs, von Präsident
Abraham Lincoln unterzeichnet, um die Nation auf der Grundlage der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse zu beraten. Ihre Mitglieder werden von den bestehenden Mitgliedern der Akademie in Anerkennung herausragender und nachhaltiger originärer Forschung gewählt; die Mitgliedschaft gilt als eine der höchsten beruflichen Auszeichnungen in der Wissenschaft.

Die Bedeutung der Akademie liegt nicht nur in ihrem Prestige, sondern auch in ihrer Rolle als unabhängige, evidenzbasierte wissenschaftliche Autorität zu wichtigen Fragen des öffentlichen Lebens, der Bildung, der Gesundheit, der Umwelt
und der Technologie. Als Evolutionsbiologe in dieses Gremium gewählt zu werden, bedeutet, dass die eigene Forschung zur Geschichte und Funktionsweise der lebenden Welt von einem der höchsten Foren der internationalen Wissenschaft anerkannt wurde.

Professor Szathmárys Arbeit legt besonderen Schwerpunkt auf die vergleichende und theoretische Untersuchung der wichtigsten evolutionären Übergänge, wobei er den Ursprüngen des Lebens und der natürlichen Sprache besondere Aufmerksamkeit widmet. Darüber hinaus hat er wesentliche Beiträge zur Replikatorentheorie sowie zur vergleichenden Untersuchung von Lernen
und Evolution geleistet. Seine Bücher wurden in einem Dutzend Ländern veröffentlicht. Sein entscheidender Mentor ist der verstorbene John Maynard Smith, der Begründer der evolutionären Spieltheorie.