© Carolin Bleese
Der Biologie-Campus ist unser Ort des täglichen Arbeitens, Lernens und der Begegnung. Er bietet eine hervorragende Gelegenheit, den Zusammenhang zwischen dem Schutz der biologischen Vielfalt und einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion für Studierende, Mitarbeiter, Lehrende und die breite Öffentlichkeit sichtbar und greifbar zu machen. Gleichzeitig kann es Raum bieten, um die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der Fakultät sowie den transdisziplinären Austausch über den Wert der Grundlagenforschung, die Überwachung der biologischen Vielfalt und Strategien zur Schadensminderung zu stärken.
Überwachung der Artenvielfalt
© Carolin Bleese
In ausgewählten Bereichen des Campus wird unter Einbeziehung von Lehrenden und Studierenden eine biologische Vielfalt-Überwachung auf Forschungsniveau durchgeführt. Die Überwachung umfasst repräsentative Lebensraumtypen und unterschiedliche Bewirtschaftungsformen, darunter gemähte und ungemähte Wiesen, Teichufer sowie die Teiche selbst. Derzeit stehen Vögel, Blütenpflanzen, Schmetterlinge und Wasserplankton im Mittelpunkt; weitere taxonomische Gruppen werden hinzugefügt, sobald sich das Fachwissen und die Kapazitäten weiterentwickeln.
Mit zunehmender Fachkompetenz und Kapazität werden weitere taxonomische Gruppen hinzugefügt.
In Basisuntersuchungen werden die Phänologie und saisonale Veränderungen in der Zusammensetzung von Lebensgemeinschaften anhand von Beobachtungsdaten, standardisierten Netzfängen, Drohnenaufnahmen, mikroskopischen Untersuchungen und eDNA-basierten Methoden dokumentiert. In einem nächsten Schritt werden wir untersuchen, ob und inwieweit verschiedene Bewirtschaftungsmaßnahmen die lokale Artenvielfalt erhöhen und die Gemeinden dabei unterstützen, sich in Richtung sinnvoller Referenzzustände zu entwickeln.
Dieser Rahmen ist durch Lehrveranstaltungen, die auf wiederholten Erhebungen, der Analyse von Biodiversitätsdaten und der Bewertung von Bewirtschaftungsergebnissen basieren, eng in die Lehre integriert. Unser Campus dient somit sowohl als lebendige Beobachtungsplattform als auch als kleinräumige experimentelle Renaturierungslandschaft.
Kommunikation und Bürgerbeteiligung
Täglich kommen Tausende von Studierenden und Mitarbeitern auf den Campus. Mit der Eröffnung der neuen U-Bahn-Station (voraussichtlich im XX/2027) wird die Zahl der Campusbesucher voraussichtlich steigen. Dieser Zustrom bietet eine wertvolle Gelegenheit, Studierenden und der breiten Öffentlichkeit auf vielfältige Weise Forschungshighlights, Themen rund um Nachhaltigkeit und entsprechende Projekte näherzubringen. Wir entwickeln ein interdisziplinäres Konzept, das Kunst und andere innovative Formate nutzt, um Nachhaltigkeit greifbar, ästhetisch ansprechend und unterhaltsam zu gestalten – und dabei wissenschaftlich fundiert zu bleiben, ohne dabei den Zugang für Studierende, Mitarbeiter, Besucher und die breite Öffentlichkeit zu erschweren.
Bericht zum Projekt zur Überwachung der biologischen Vielfalt
Bericht zum Projekt zur Überwachung der biologischen Vielfalt
Von Wild- zu Kulturpflanzen – XX Sorten (Rinnen-Projekt)