Unterrichten in Kenia

Die Idee, Studierenden der Didaktik der Biologie die Möglichkeit zu geben, in einer kenianischen Schule ein Praktikum zu absolvieren, mag ungewöhnlich klingen, hat jedoch in kurzer Zeit großen Anklang bei den Studierenden gefunden. Von März 2011 bis März 2025 haben bereits 55 Studierende mit großem Erfolg ein Praktikum in Kenia abgeleistet.

Schülerinnen in Kenia

Praktikumsschulen und Unterkünfte

in Kithuani Village, Chuka und Nambale

  1. Maisha Mazuri Schule in Kenia
  2. Maisha Mazuri Primary School
  3. Spielende Kinder auf dem Pausenhof der Maisha Mazuri Primary School
  4. Kiereni Schule in Kenia
  5. Kirege School in Chuka
  6. Balkon einer Unterkunft für Praktikantinnen in Kenia
  7. Weg nach Chuka
  8. Pristine Schools in Nambale
  9. Florence Luttas Haus

Schulgelände der Maisha Mazuri Senior Secondary School in Kithuani Village

© LMU-Biodidaktik

Schulgebäude und Schulhof der Maisha Mazuri Secondary mit Direktor Jimmy Kilonzi und einigen Schüler*innen beim abendlichen Erzählen

© LMU-Biodidaktik

Schüler*innen der Maisha Mazuri Primary School auf dem Pausenhof, im Hintergrund das Schulgebäude mit sechs Klassenzimmern

© LMU-Biodidaktik

Spielende Kinder auf dem Pausenhof der Maisha Mazuri Primary School nach Unterrichtsschluss

© LMU-Biodidaktik

Kiereni Primary und Junior Secondary School in Chuka

© LMU-Biodidaktik

Kirege Primary und Junior Secondary School in Chuka

© LMU-Biodidaktik

Whitneys Balkon bei Chuka

© LMU-Biodidaktik

Weg nach Chuka

© LMU-Biodidaktik

Schulgebäude der Pristine Schools in Nambale

© LMU-Biodidaktik

Wohnhaus von Florence Lutta bei Nambale

© LMU-Biodidaktik

Abendstimmung im Garten von Florence Lutta

© LMU-Biodidaktik

Spielende Kinder im Garten von Florence Lutta

© LMU-Biodidaktik

Infos rund um das Praktikum

  • Kultureller Austausch: Kennenlernen eines anderen Kulturkreises sowie Einblicke in ein fremdes Schulsystem.
  • Fachlicher Austausch: Diskussion und Austausch von Unterrichtskonzepten mit kenianischen Lehrer*innen.
  • Praxisorientierte Erfahrung: Eigenständige Planung, Vorbereitung und Durchführung von Unterrichtsstunden.
  • Persönliche Entwicklung: Förderung von Selbstvertrauen, Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein.
  • Kompetenzerwerb: Stärkung von interkultureller Sensibilität, Kreativität, Improvisations- und Problemlösefähigkeit.
  • Wechselseitiger Nutzen: Bereicherung sowohl für die kenianischen Schulen durch neue Impulse als auch für die Studierenden durch intensive fachliche und persönliche Erfahrungen.

1. Die Primary School und Junior Secondary School “Maisha Mazuri” in Kithuani Village

Die Maisha Mazuri Primary School sowie die Junior Secondary School liegen auf dem Land in idyllischer Umgebung, im Gebiet von Kithuani Village nahe Malaa, etwa 40 km nordöstlich von Nairobi. Im großen Schulkomplex befinden sich mehrere Gebäude, in denen Klassenräume, Büros, Schulküche, Speisesaal, Duschen, Toiletten, Schlafräume sowie zwei Besucherzimmer untergebracht sind.
Die Primary School umfasst sechs Klassen mit insgesamt etwa 160 Schüler*innen. Die Junior Secondary School besteht aus drei Klassen mit insgesamt etwa 90 Schüler*innen.
In diesem Gebäudekomplex ist auch eine Preprimary School mit zwei Klassen und etwa 25 Schüler*innen untergebracht. An die Maisha Mazuri Primary School und Junior Secondary School ist auch eine Boarding School, eine Internatsschule, angeschlossen, in der etwa 40 Kinder aus dem Slum in Nairobi während der Schulzeit wohnen. Die anderen Kinder kommen aus der näheren Umgebung.

2. Die Secondary School “Maisha Mazuri” in Kithuani Village

Die Maisha Mazuri Senior Secondary School ist ebenfalls eine Boarding School und liegt etwa 30 Minuten Fußweg von der Primary School entfernt. Sie umfasst derzeit 4 Klassen, ca. 150 Schülerinnen und Schüler, von denen etwa 50 dort wohnen. Die Schule besteht aus mehreren Gebäuden, unter anderem auch zwei neu errichteten, großzügigen Wohn- und Schlafkomplexen mit Besucherzimmern.

Wo sind die Praktikant*innen untergebracht?

In beiden Schulen stehen den Studierenden Besucherzimmer mit eigenem Waschraum, neben den Schlafräumen der Schüler*innen, zur Verfügung. Nach Unterrichtsschluss haben die Studierenden die wertvolle Gelegenheit gemeinsame Zeit mit den Schüler*innen zu verbringen. Die Kosten für Übernachtung und volle Verpflegung betragen in beiden Maisha Mazuri Boarding Schools pro Tag 10 Euro.

Die Pristine Primary und Junior Secondary School liegen in Nambale, einem kleinen Ort, der etwa 50km vom Lake Victoria entfernt liegt. Die Schule umfasst neun Klassen. Bis Klasse 3 ist die Unterrichtssprache Luo, ab Klasse 4 ist die Unterrichtssprache Englisch.

Die Pristine Primary und Junior Secondary School umfasst 9 Klassen mit ca. 240 Schülerinnen und Schüler.

Wo sind die Praktikant*innen untergebracht?

Florence Lutta, die Direktorin der Schulen, ist ehemalige Lehrerin der Secondary School und nimmt in ihrem Haus Praktikant*innen auf. Für Übernachtung und Essen berechnet Florence 15 Euro pro Tag.

Die beiden Schulen liegen in Chuka, einem kleinen Ort am Fuß des Mount Kenya, der mit 5199 m nach dem Kilimanjaro der zweithöchste Berg Afrikas ist. Die Schulen umfassen jeweils neun Klassen mit je etwa 25 Kindern.

Bis Klasse 3 ist die Unterrichtssprache Kimeru, die Muttersprache; daneben werden Kiswahili und Englisch unterrichtet. Ab Klasse 4 ist die Unterrichtssprache Englisch. Kimeru darf nicht mehr gesprochen werden, auch nicht in den Pausen.

Wo sind die Praktikantinnen untergebracht?

Die Studierenden leben bei Whitney Nyaga und ihrer Familie in einer wunderschönen Umgebung am Rand von Chuka und werden dort bestens versorgt. Für Übernachtung und Essen berechnet Whitney 15 Euro pro Tag.

Kirege Primary and Junior Secondary School in Chuka – Erfahrungsbericht von Martina und Francesca, 2025:

Während unseres Aufenthalts in Chuka, Kenia, durften wir das Leben in einer Gastfamilie sowie den Schulalltag vor Ort miterleben. Wir wohnten bei Whitney, Vincent, den Kindern Redemdta (13) und Rayvond (6) und einem kleinen, süßen Hund. Schon beim Ankommen spürten wir die Herzlichkeit der Familie: Sie war offen, interessiert und verbrachte gerne Zeit mit uns. Besonders die Kinder suchten oft unsere Nähe. Die mitgebrachten Geschenke, kleine Spielzeugautos und Tattoos, bereiteten ihnen große Freude. Auch kulinarisch wurden wir verwöhnt, denn die Mahlzeiten waren nicht nur lecker, sondern auch immer reichlich. Whitney kümmerte sich fürsorglich um alle organisatorischen Fragen, plante Ausflüge und regelte unsere Wege zur Schule.

Unser Tagesablauf war klar strukturiert: Morgens um sieben Uhr ging es mit dem Schulbus los, am Nachmittag kehrten wir zurück. Der Headteacher begegnete uns von Anfang an sehr offen, hieß uns herzlich willkommen und sorgte dafür, dass wir uns rundum wohlfühlen konnten, sowohl in der Schule als auch außerhalb. Die Lehrkräfte waren uns gegenüber anfangs ein bisschen skeptisch, jedoch veränderte sich dies bald und wir fühlten uns gut aufgenommen.

Wir erhielten die Möglichkeit, hauptsächlich in der Primary School Mathe, P.E., Englisch und Science zu unterrichten und sogar vereinzelt in der Junior Secondary School einzelne Stunden zu übernehmen. Dabei begegneten wir Kindern, die sehr respektvoll und sehr neugierig waren.

Auch das Leben in Chuka selbst hinterließ bleibende Eindrücke. Die Menschen begegneten uns stets freundlich, auch wenn die Aufmerksamkeit, die man als „Musungu“ (weiße Person) auf sich zog, manchmal ungewohnt war. Häufig war echtes Interesse spürbar, manchmal war aber die Intention nicht ganz klar. Auffallend war die entspannte Lebenshaltung, die sich im Motto „pole pole“ widerspiegelt. Die Landschaft zeigte sich von ihrer besonderen Seite: überall Avocado- und Bananenbäume, zugleich aber auch Müll, der oftmals verbrannt wurde.

Rückblickend war der Aufenthalt für uns eine wertvolle Erfahrung. Er war geprägt von Gastfreundschaft, Offenheit und spannenden Begegnungen, bot aber auch Situationen, die uns zum Nachdenken brachten. Gerade diese Mischung aus positiven Eindrücken und Lernmomenten machte die Zeit in Chuka für uns zu einem Erlebnis, das wir nicht vergessen werden.

Kiereni Primary and Junior School in Chuka - Erfahrungsbericht von Lea, 2024:

Warum ausgerechnet Chuka? Es ist die einmalige Chance, nicht nur das Schulsystem dort kennenzulernen, sondern auch das Leben und die Kultur, und das nicht nur oberflächlich als Tourist. Es ist die Möglichkeit, Teil einer afrikanischen Familie zu werden, die einen so herzlich empfängt. Ich habe bei Oma Lucy zusammen mit ihrer Enkelin Melody gewohnt. Oma Lucy sagte schnell: "You are my daughter now". So standen gemeinsames Kochen, sich um die Tiere kümmern, nebeneinander per Hand seine Wäsche waschen und das Sammeln reifer Früchte und Nüsse an der Tagesordnung. An Wochenenden unternahmen wir Ausflüge in die Stadt, entspannten einfach oder Melody brachte mir geduldig bei, wie man traditionelles Essen kocht.

Ich habe an der Kiereni Primary School gearbeitet. Der Schulweg war eine kleine Wanderung von 15 Minuten durch den Dschungel, unter Bananenpflanzen und Kaffeebüschen hindurch, an Teeplantagen vorbei, über eine kleine Holzplanke über einen Bach, dann den Hügel hinauf, an Ananaspflanzen vorbei und an den Häuschen der angrenzenden Anwohner vorbei - und schon war man angekommen. In der Schule wurde ich genauso herzlich aufgenommen wie bei Oma Lucy. Am ersten Tag war die Aufregung groß und ich stand bald darauf vor einer 35-köpfigen Klasse. Die meisten, wenn nicht sogar fast alle Kinder, hatten noch nie zuvor eine weiße Person gesehen und waren dementsprechend aufgeregt. Die Aufregung legte sich bei den Großen relativ schnell und sie trauten sich, Fragen zu stellen. Auch die Direktorin war bemüht, den Einstieg so einfach wie möglich zu gestalten. Unterrichtet habe ich die Klasse 4 in Mathe, die Klasse 5 in Englisch und die Klasse 6 in Science. So verging die Zeit wie im Flug, und als der letzte Tag anstand, wurden zum Abschied nicht nur von den Schüler/innen Tränen geweint, viele Bilder gemalt und Briefe geschrieben.

Auch wurde es bald Zeit, mich von Lucy und Melody zu verabschieden. Ich konnte es gar nicht glauben, dass schon vier Wochen rum sein sollten. Ich war doch gerade erst gekommen... Dabei ließ Lucy mich nicht ohne einen Rucksack voller Bananen, Avocados, Macadamianüsse, Passionsfrüchte, Tee und einem "You and your family are always welcome" gehen.

Für mich war es eine sehr spannende und erfahrungsreiche Zeit, in der ich die Kultur, die Entspanntheit und Herzlichkeit der Afrikaner kennenlernen durfte und ich bin dankbar, dafür die Möglichkeit bekommen zu haben.

Secondary School in Chuka – Erfahrungsbericht von Zarmina, 2018:

„Warum Kenia? Ich hatte die Chance, in das kenianische Schulsystem einzutauchen und den Schulalltag Kenias selbst mitzuerleben. Sechs Wochen lang durfte ich die kleine Stadt Chuka mein neues Zuhause nennen. Ich übernahm in der Secondary die Rolle einer Lehrkraft und hatte so die Möglichkeit, ein anderes Schulsystem kennenzulernen, zu sehen wie auf anderen Kontinenten unterrichtet wird. Tatsächlich wurde ich mehr oder weniger in den Schulalltag hineingeworfen. Natürlich war ich anfangs etwas überfordert, als Lehramtsstudentin plötzlich vor einer 50-köpfigen Klasse zu stehen. Aber dieses Gefühl legte sich recht schnell, denn nicht nur die Schüler, sondern auch das ganze Lehrerzimmer hat mich mit offenen Armen aufgenommen und integriert. Schnell unterrichtete ich nicht mehr nur Englisch und Biologie, sondern auch beim Mathe- und Sportunterricht war ich dabei. Bei den außerschulischen Clubs war ich aktiv und auch beim Lunch- oder der Tea-Break gesellte ich mich zu den Schülern. Ich habe bei so vielen verschiedenen Aktionen mitgemacht, dass ich sie schon alle fast gar nicht mehr aufzählen kann. In Kenia zu unterrichten ist so viel mehr, als nur vor der Tafel zu stehen und den Schülern den Stoff zu erklären. Ich selbst habe so viele Dinge über die Kultur, die Sprache und auch die Menschen gelernt und gleichzeitig so viele Erfahrungen gesammelt.

Gewohnt habe ich in einem kleinen Dorf bei Oma Lucy und all ihren Enkeltöchtern. Ich hätte mir für meinen Aufenthalt wirklich keine bessere Gastfamilie vorstellen können. Nicht nur war ich für Oma Lucy ab Tag 1 ihre neue Tochter, denn die ganze Familie, samt Nachbarschaft war super herzlich. Nach einem langen Schultag wurde noch gemeinsam über der Feuerstelle gekocht, viel Tee getrunken, und jede Menge Uno gespielt. Am Wochenende wurden dann immer Ausflüge unternommen - zum See schwimmen, in die Stadt shoppen oder hoch zum Mount Kenia. Natürlich waren die Verhältnisse sehr schlicht gehalten, aber ich finde genau das war der Punkt, warum ich dieses Praktikum so anziehend fand. Einfach mal auf den ganzen Luxus drum herum verzichten und festzustellen, wie glücklich die Menschen in Kenia eigentlich doch sind. Zum Abschied wurden jede Menge Tränen geweint, viele Briefe geschrieben und Nummern ausgetauscht. Am liebsten hätte ich die komplette Schule und meine Gastfamilie bei meiner Abreise mitgenommen.“

Secondary School in Chuka - Erfahrungsbericht von Andrea, 2015:

„Meiner Meinung nach ist das Praktikum eine wirklich außergewöhnliche Gelegenheit, nicht nur Kenia kennen zu lernen und mit Haut und Haaren in eine andere Kultur einzutauchen, sondern auch mit den Menschen zu leben. Das Leben in Chuka war sehr einfach, aber erstaunlicherweise braucht man gar nicht so viel und kann auch gut mit einem Eimer Wasser duschen! Bei Oma Lucy war ich in der Familie unglaublich wohl behütet, umsorgt und habe den Alltag in der ländlichen und unglaublich idyllischen Gegend in Chuka miterlebt. Mit „Karibu, welcome!“ wurde ich bei Nachbarn und Bekannten herzlich empfangen und überall zum Essen eingeladen. Die Gastfreundschaft war enorm.

Als erste Studentin der Biodidaktik der LMU habe ich mich in die Kiereni High School gewagt. Es war eine Herausforderung, die mir viel Freude gemacht hat. Die Lehrer haben mich in meinen Ideen unterstützt und mich mit Büchern zum Vorbereiten versorgt. Ich habe beispielsweise Schüler und auch Lehrer ermutigen können, die Mikroskope zu benutzen, was nicht nur die Schüler spannend fanden. Klar war es nicht immer einfach und manchmal kam ich mir vor als würde ich ins kalte Wasser geworfen werden. Aber ich hatte die Möglichkeit kreativ zu sein, zu improvisieren und mich auszuprobieren. Ich fand es wahnsinnig spannend, nicht nur die Unterschiede zu sehen, sondern auch die vielen Gemeinsamkeiten. Und die Schülerinnen und Schüler waren einfach toll.

Für mich war es eine spannende und intensive Zeit. Ich denke, es ist eine wertvolle Gelegenheit als Lehramtsstudentin oder -student mal ein anderes Schulsystem als das Bayerische kennen zu lernen und dazu noch in einem so tollen Land wie Kenia! Ob ich das Praktikum weiterempfehlen würde? Auf alle Fälle! Hakuna matata!“

Primary School in Chuka - Erfahrungsbericht von Anja und Julia, 2014:

„Die Zeit, die wir in Chuka verbracht haben, war sehr schön, erfahrungsreich und außergewöhnlich. Anfangs hatten wir mit dem nicht europäischen Lebensstandard zu kämpfen, welcher allerdings durch die Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit der Familie und auch der Lehrer mehr als aufgehoben wurde. Wir wohnten in einem kleinen Häuschen zusammen mit Oma Lucy und ihrer Familie, die sechs Personen einschließt. Besonders die zwei Kinder haben uns immer auf Trab gehalten. Wir wurden sofort in das Familienleben integriert und haben gemeinsam Wäsche gewaschen und füreinander gekocht, sodass wir uns schnell wie zu Hause fühlten.

Die Kinder in der Karurini Primary School waren sehr aufgeregt, da einige noch nie einen weißen Menschen aus der Nähe gesehen haben. Diese Aufregung legte sich bis zum Ende der drei Wochen fast nicht. Der Unterricht vor Ort ist mit dem in Deutschland kaum zu vergleichen, da man auf wenig bis keine Ressourcen zurückgreifen kann. Trotzdem konnten wir und die Schülerinnen und Schüler viel voneinander und miteinander lernen, sowohl auf inhaltlicher, als auch auf menschlicher Ebene - über alle Sprachbarrieren hinweg. Die Lehrerinnen und Lehrer waren uns gegenüber sehr offen und standen mit uns im regen Austausch über die Schulsysteme und die Kulturen beider Länder.

Wir sind sehr froh, dass wir uns entschieden dieses Praktikum zu erleben und können es euch uneingeschränkt weiterempfehlen, wenn ihr neugierig und offen für Neues seid!“

Das Praktikum kann wegen der Schulferien in Kenia (April, August, Dezember) und der vorlesungsfreien Zeit an der LMU in zwei Zeiträumen durchgeführt werden:

  • von Mitte Februar bis Ende März
  • von Anfang September bis Mitte Oktober.
Wer unabhängig von den Semesterzeiten ist, kann während des gesamten Jahres mit Ausnahme der Ferienzeiten unterrichten. Die Dauer des Praktikums liegt bei mindestens 4 Wochen.

Das Praktikum in Kenia wird nicht als Ersatz für ein verpflichtendes, studienbegleitendes Praktikum anerkannt und angerechnet.
Es wird jedoch eine Bescheinigung über das Auslandspraktikum von der Universität ausgestellt.

Die Kosten für den Flug (ca. 800 Euro) und die Unterbringung müssen von den Studierenden selbst übernommen werden.

Die Unterrichtssprache in der Primary School ist während der ersten 3 Jahre die Muttersprache der Schüler, z.B. Kikamba oder Kimeru. Ab der 4. Klasse und in der Junior und Senior Secondary School ist die Unterrichtssprache Englisch, welche für die Praktikant*innen problemlos zu bewältigen ist.
Wegen der noch geringen Englischkenntnisse in den unteren Klassen können Studierende der Didaktik Biologie erst ab Klasse 5 unterrichten.

Eine neue Gliederung der Schulstruktur ist seit 2023 im Aufbau; sie soll bis 2026 abgeschlossen sein. Die Primary School sowie die Junior Secondary School werden schon mit dem neuen Lehrplan unterrichtet. Die Senior Secondary School wird derzeit noch mit dem alten Lehrplan unterrichtet.

Primary School:

6 Jahre (grades 1-6)

Fächer: Swahili, Englisch, Mathematik, Social studies, Christian religious studies und Creative Arts

Junior Secondary School:

3 Jahre (grades 7-9)

Fächer: English, Swahili, Mathematics, Social studies, Christian religious studies, creative Arts, Integrated Science, Pretechnical studies, Agriculture, and Nutrition

Senior Secondary School:

derzeit: 4 Jahre (form 1-4)
ab 2026: 3 Jahre (grades 10-12)

Pflichtfächer: Swahili, Englisch, Mathematik;
Wahlfächer: Biology, Physics, Chemistry, Geography, History, Computer, Business Studies, Agriculture, Home Science

Der Staat zahlt die meisten Lehrergehälter und einen kleinen Teil der Bücher. Die Gemeinde ist verpflichtet, Schulbau inklusive Einrichtung zu übernehmen, von den Eltern müssen Schuluniform, Schuhe, Arbeitsmaterial und teilweise Lehrergehälter bezahlt werden.

In der Secondary School kommt das offizielle Schulgeld noch hinzu. Wer das Schulgeld, das durchschnittlich etwa 120€ pro Jahr in der Primary School bzw, etwa 370€ pro Jahr in der Secondary/Senior High School beträgt, nicht zahlen kann, darf den Unterricht nicht besuchen.

Wer an einem Schulpraktikum in Kithuani Village, Chuka oder Nambale interessiert ist, kann Kontakt aufnehmen mit: